Fahrradklima-Test 2022: Bewerte jetzt Wuppertal und/oder Solingen!

 

Bis zum 30. November können wir das Fahrradklima in unserer Stadt oder Gemeinde bewerten. Was ist gut, wo muss sich unbedingt was tun, damit Radfahren im Alltag und Freizeit sicher und attraktiv wird? 5 Minuten, die sich für uns alle lohnen.

 

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Fahrradklimatest 2022 - Jetzt mitmachen! © ADFC | April Agentur

Der Fahrradklima-Test des ADFC (FKT) ist die weltweit größte Befragung zur Zufriedenheit der Radfahrenden. Alle zwei Jahre starten wir mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums den FKT.

Die Ergebnisse sind wichtige Hinweise für Städte und Gemeinden in NRW. Zuletzt hatten mehr als 60.000 Menschen aus Nordrhein-Westfalen daran teilgenommen.

In Solingen beteiligten sich 402 Teilnehmer, in Wuppertal 877 Teilnehmer beim FKT 2020.

 

Seit zwei Jahren ist fast gar nichts passiert. Die Unzufriedenheit in der Stadt hat zugenommen. Wir stehen ja auch in Konkurrenz mit anderen Städten. Düsseldorf etwa investiere 10 Mio. Euro im Jahr in den Radverkehr, legen wie auch Essen Achsen an, die wichtige Nord-Süd oder Ost-West-Verbindungen durch die Stadt schaffen.

Kritisiert Klaus Lang - ADFC Wuppertal

In Solingen ist zwischen 2020 und 2022 die erste Veloroute eröffnet worden. Hat dies erste Auswirkungen im Ergebnis? Die Stadt hat ein Veloroutenkonzept aufgelegt, dabei wird die Veloroute Ohligs-Mitte als nächstes umgesetzt. Erst jüngst wurde die dazugehörige Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Detailplanungen haben aber noch nicht begonnen. Umsetzungsstart ungewiss. Reichen diese Aussichten um das Ergebnis von 2022 zu verbessern? 

Bernhard Stoer - ADFC Solingen - blickt gespannt auf die Ergebnisse

In diesem Jahr befassen wir uns auch mit dem ländlichen Raum, in dem die Fahrradinfrastruktur und das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln oft besonders schlecht ist. Bitte weitersagen!

Weltweit größte Befragung zur Zufriedenheit der Radfahrenden

Die Umfrage auf www.fahrradklima-test.de läuft vom 1. September bis zum 30. November. Bitte unterstützt uns und sagt es weiter, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Denn umso mehr Teilnehmende abstimmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse für die einzelnen Städte und Kommunen.

Für die politisch Verantwortlichen sind die Ergebnisse eine wichtige Rückmeldung aus der Bevölkerung, aber nicht immer schön. Oft haben sie den Eindruck, schon viel für den Radverkehr getan zu haben, doch die Wahrnehmung der Bürger:innen ist eine ganz andere.

Bei der Auswertung der Ergebnisse von 2020 fiel auf, dass 412 der bewerteten Orte aus der kleinsten Ortsgrößenklasse mit unter 20.000 Einwohner:innen kamen. Weil der ADFC-Fahrradklima-Test ursprünglich für Großstädte konzipiert wurde, thematisiert der ADFC diesmal den ländlichen Raum in zusätzlichen Fragen, die den Standard-Fragebogen ergänzen.

Im Fokus: der ländliche Raum

Die Fragen sollen insbesondere klären, ob von den ländlichen Gegenden aus wichtige Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten in den größeren Nachbarorten mit dem Fahrrad direkt und komfortabel erreichbar sind. Bei der Frage, wie sicher sich diese Wege anfühlen, geht es nicht nur um die Verkehrssicherheit, sondern auch um die soziale Sicherheit: Wie sicher fühlt man sich beispielsweise auf einer nächtlichen Heimfahrt?

Zudem will der ADFC wissen, ob Pendler:innen sichere und komfortable Fahrradparkplätze an Bahnhöfen und Haltestellen vorfinden. Und schließlich geht es um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen: Können sie mit dem Rad zur Schule, zum Sport und zu Freund:innen fahren oder müssen sie ständig gebracht werden? Mit den Antworten auf diese Fragen will der ADFC ein genaues Bild von der Situation für Radfahrende im ländlichen Raum erhalten.

Wir haben beim letzten Fahrradklima-Test viel Feedback über die Kommentarfelder bekommen und konnten die Umfrage weiter verbessern. Dafür möchten wir uns bedanken, auch bei allen, die uns darin bestätigt haben, den ländlichen Raum in den Fokus zu nehmen“, sagt Svenja Golombek. Sie leitet das Projekt beim ADFC.

 

Ergebnisse im Frühjahr 2023

Der Verkehrswissenschaftler Thomas Böhmer wertet die Umfrage wieder für den ADFC aus und sagt: „Bundesweit wurden in den letzten zwei Jahren die Mittel für den Radverkehr deutlich aufgestockt. Die Frage ist, ob sich das positiv in den Ergebnissen widerspiegelt oder ob die Radfahrenden kritischer bewerten, weil ihre Erwartungen, auch an eine sichtbare Verkehrswende, noch stärker gestiegen sind.“

Die Umfrage startete am 1. September und läuft bis Ende November, danach beginnt die Auswertung. Im Frühjahr 2023 werden die Ergebnisse vorliegen und im Bundesverkehrsministerium präsentiert. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

https://w-sg.adfc.de/artikel/fahrradklima-test-2022-bewerte-jetzt-wuppertal-und-oder-solingen

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Nimmt die Stadt Solingen am Stadtradeln 2021 teil?

    Wuppertal startet bereits am 20. August. Der dreiwöchige Aktionszeitraum endet am 09. September. Für Wuppertal gibt es hier mehr Informationen. Kurz davor beginnt Solingen am 04. September mit dem Stadtradeln. Dort endet die Aktion am 24.09. für Solingen  gibt es hier weiterführende Informationen.

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Was ist eine Fahrradstraße?

    Auf einer Fahrradstraße dürfen zunächst nur Fahrradfahrer fahren. KfZs oder Mopeds muss erst durch ein Zusatzschild die Durchfahrt erlaubt werden. Dabei sind die KfZ und andere nur Gast auf der Fahrradstraße. Fahrradfahrer dürfen hier nebeneinander fahren. Die maximale Geschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt und die Fahrradstraße darf nicht in 30er Zonen eigerichtet werden. Voraussetzung zum Einrichten einer Fahrradstraße ist, dass der Radfahrer bereits heute den überwiegenden Teil der Nutzer ausmachen oder es zu erwarten ist, dass dies eintritt. Dabei ist nicht klar, über welchen zeitlichen Horizont gesprochen wird und nach welcher Methodik eine entsprechende Verkehrsprognose abzugeben ist. Die Hürde ist damit nur auf dem Papier hoch. Anbei auch ein Erklärvideo..

  • Wie breit müssen Radverkehrsanlagen sein?

    Unter Radverkehrsanlagen versteht man Radschutzstreifen und Radwege. Radschutzstreifen müssen mindestens 1,25m breit sein und haben eine Regelbreite von 1,50m. Radwege haben dagegen mindestens 1,60m breit zu sein und haben eine Regelbreite von 2m. Über dieser Breiten kann natürlich hinausgegangen werden. Führt eine solche Radvekehrsanlage an parkenden Autos vorbei, so ist noch ein Puffer einzuplanen. Radwege werden nachrangig angelegt, d.h. zunächst muss die Straße eine Breite von wenigsten 4,5m Breite aufweisen. In diesem Fall ist keine Mittelinie mehr vorgesehen. Eine Kombination aus Mindestbreiten ist im Übrigen nicht erlaubt, d.h. eine Straße muss mind. etwas über 7m Breite aufweisen um eine Straße plus Radschutzstreifen auf beiden Fahrbahnseiten anzubringen. Bei engeren Straßen kann, wenn ein Gehweg vorhanden ist, dieser alternativ für Radfahrer freigegeben werden oder es entsteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg.

    Übrigens ein Zweirichtungsradweg muss wenisgtens 2,50 breit sein, und regehaft 3m. Hierbei entscheidet die Steigung auch darüber, ob 2,50m Breite ausreichend sind. 

    Gerade Hauptverkehrsstraßen weisen pro Fahrspur rund 3,25 m Breite in der Regel auf, da die maximale Breite von LKW und Bussen alleine schon 2,50m betragen darf. Häufig wird über mangelnden Platz geklagt, das ist aber in den seltensten Fällen der wahre Grund, denn meist existieren rund 2 bis 2,50 m breite Parkmöglichkeiten auf einer oder beiden Straßenseiten. Die Regelungen zu den Radverkehrsanlagen sind in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (kurz: ERA 2010) festgehalten. Die letzte Auflage ist 2010 erschienen.

    In 30er Zonen dürfen Radverkehrsanlagen bis dato gar nicht angelegt werden. Hier kommen andere Elemente meist zum Tragen, wie modal filter, Freigabe von Einbahnstraße usw. 

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC vor Ort?

    Ende Mai 2021 zählte der Kreisverband 1.255 Mitglieder, wovon 308 in Solingen wohnen.

  • Wo kann ich Lastenräder ausleihen?

    In Solingen kann der Dürpelflitzer beim Zweiäder Biernath in Ohligs kostenlos (Spender wird erbeten), in SG Mitte kann das Leiwermang des VCD bei Legewie ausgeliehen werden und die Firma sigo.green biette in Aufderhöhe rund um die Uhr an, ein Lastenrad auszuleihen. Alle Lastenräder sind mit E-Motoren ausgestatttet. Bei Sigo.green muss man sich vor der ersten Fahrt registrieren. 

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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