Über uns

Seit 2012 bilden der ADFC Solingen und der ADFC Wuppertal eine Einheit. Der Kreisverband hat inzwischen rund 1.200 Mitglieder, davon ein Viertel in Solingen.

Begünstigt durch einige Fahrradprojekte insbesondere auf ehemaligen Bahntrassen (Samba-, Korkenzieher- und Nordbahntrasse) entdecken nun auch Wuppertal und Solingen, was mit dem Fahrrad alles möglich ist. Der Anteil des Radverkehrs nimmt in Alltag und Freizeit ständig zu - vor dem Hintergrund einer noch immer schlechten Infrastruktur für Radfahrer ebenso überraschend wie erfreulich. 

Wir mischen uns immer dann ein, wenn die Interessen der Fahrradfahrer eine Stimme brauchen.

Uns trägt dabei der Gedanke, wie wir Menschen im Alltag auf das Fahrrad bekommen und von den Vorzügen begeistern können. Wegen uns, die wir bereits auf dem Rad sitzen, benötigt man keine neue Infrastruktur.

Wir sind in Solingen und Wuppertal sehr stark in den Runden Tischen Radverkehr vertreten.

Wir verstehen es vor allem als unsere Aufgabe, die lokale Politik von Maßnahmen zu überzeugen und schreiben Stellungnahmen, da viele Politiker selten überhaupt auf dem Rad sitzen und wenn, dann meist nur in der Freizeit. Die Ansprüche sind dabei nicht zu vergleichen und die Sicht auf Baumaßnahmen ist nüchterner. Wir dagegen haben

 

  • Schüler
  • Eltern, die ihre Kinder zur Schule/KiTa/Tagesmutter bringen
  • Studenten
  • Pendler, die weite Strecken multimodal zurücklegen wollen+
  • genauso wie Pendler, die nur das Rad nehmen wollen
  • Jugendliche, die abends/nachts aktuell im Dunkeln nach Hause fahren müssen
  • Gelegenheitsradler, die ihr Fahrrad auch mal für ein paar Stunden für einen Konzertbesuch in Köln o.ä. sicher abstellen wollen
  • Menschen, die in der Stadt einkaufen wollen
  • Senioren, die lange nicht auf dem Rad saßen
  • usw.

 

im Blick. Wir wollen die Verkehrswende. Jeder Radfahrer hat dabei seine spezifischen Bedürfnisse und diese müssen ins Zentrum gerückt werden, denn nur so ist es möglich mehr Menschen im Bergischen vom Radeln zu überzeugen. 

 

Wir vor Ort

  • erarbeiten Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssituation für RadfahrerInnen z.B. an Gefahrenstellen oder bei Einbahnstraßen
  • setzen uns für eine bessere Beschilderung von Radrouten ein, um schnell und intuitiv zum Ziel zu kommen
  • setzen uns für gute Baustellenumleitungen ein, damit man bei Streckensperrungen weiß wo man lang fahren kann
  • wir streuen solche Informationen in unsere Netzwerke und in Solingen auch über den öffentlichen Telegramkanal
  • setzen uns für gut nutzbare Radabstellanlagen ein, in denen man intuitiv und sicher sein Rad abstellen kann
  • für einen verlässlichen Winterdienst und eine regelmäßige Reinigung / Rückschnitt an wichtigen Radrouten
  • erarbeiten Stellungnahmen im Rahmen von Öffentlichkeitsbeteiligungen
  • beraten auf diesem Weg auch die Politik 
  • setzen uns für sichere Schulwege ein und thematisieren ein ausuferndes Gehwegparken

 

Wir stehen auch im Austausch mit dem ADFC-Landesverband beim Thema der Ausgestaltung des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes in NRW oder mit dem ADFC-Bundesverband bei der Forderung nach einem bundesweiten Tempolimit von 30km/h innerorts.

Der ADFC Wuppertal/ Solingen unterstützt Aktivitäten zum Klimaschutz in Wuppertal und Solingen. In Solingen ist der ADFC dem Klimabündnis beigetreten und es bestehen Kontakte zu den vielfältigen Gruppierungen.

Die Bedeutung des Radverkehrs, das zeigt der tägliche Blick auf den Verkehr auf der Korkenziehertrasse und der Nordbahntrasse, hat durch die Pandemie deutlich zugenommen. Neue Finanzierungsmodelle durch Arbeitgeber ermöglichen der breiten Masse den Einstieg zum pedelec. Es fehlt aber an Personal die Infrastruktur deutlich auszubauen. Hierfür streiten wir und die Nähe zur Uni Wuppertal mit der ersten Professur für Radmobilität hilft uns sicher neue Konzepte und Ideen zu entwickeln.

 

Kurzum ... wir sind ein verkehrspolitischer Verein

 

Wir sind aber auch noch mehr als das...

  • Wir bieten umfassenden Service für unsere Mitglieder.
  • Im Mitgliedsbeitrag sind enthalten:
    • Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Menschen, die mit dem Rad, dem öffentlichen Personenverkehr oder zu Fuß unterwegs sind.
    • Vergünstigte Fahrrad-Diebstahlversicherung.
    • Kostenloser Bezug des sechsmal jährlich erscheinenden ADFC-Magazins "Radwelt".
  • Basis-Information für Ihre Radtour, egal, ob nah oder fern.
  • Beratung rund ums Fahrrad in den ADFC-Geschäftsstellen und Infoläden.
  • Radtouren, Radreise-Vorträge, Seminare und Reparaturkurse mit ermäßigter Teilnahme für Mitglieder

ADFC vor Ort

Der ADFC ist in mehr als 450 Städten in Deutschland vertreten. In der Karte finden Sie Ihren direkten Ansprechpartner vor Ort. Filtern Sie entweder nach Bundesländern oder klicken Sie sich direkt durch die Karte. Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie mit einem Klick auf den ausgewählten ADFC-Marker in der Karte.

Kontakt

ADFC Wuppertal / Solingen

Wuppertal

c/o Klaus Lang

Emial: info [at] adfc-wuppertal.de

 

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Nimmt die Stadt Solingen am Stadtradeln 2021 teil?

    Wuppertal startet bereits am 20. August. Der dreiwöchige Aktionszeitraum endet am 09. September. Für Wuppertal gibt es hier mehr Informationen. Kurz davor beginnt Solingen am 04. September mit dem Stadtradeln. Dort endet die Aktion am 24.09. für Solingen  gibt es hier weiterführende Informationen.

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Was ist eine Fahrradstraße?

    Auf einer Fahrradstraße dürfen zunächst nur Fahrradfahrer fahren. KfZs oder Mopeds muss erst durch ein Zusatzschild die Durchfahrt erlaubt werden. Dabei sind die KfZ und andere nur Gast auf der Fahrradstraße. Fahrradfahrer dürfen hier nebeneinander fahren. Die maximale Geschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt und die Fahrradstraße darf nicht in 30er Zonen eigerichtet werden. Voraussetzung zum Einrichten einer Fahrradstraße ist, dass der Radfahrer bereits heute den überwiegenden Teil der Nutzer ausmachen oder es zu erwarten ist, dass dies eintritt. Dabei ist nicht klar, über welchen zeitlichen Horizont gesprochen wird und nach welcher Methodik eine entsprechende Verkehrsprognose abzugeben ist. Die Hürde ist damit nur auf dem Papier hoch. Anbei auch ein Erklärvideo..

  • Wie breit müssen Radverkehrsanlagen sein?

    Unter Radverkehrsanlagen versteht man Radschutzstreifen und Radwege. Radschutzstreifen müssen mindestens 1,25m breit sein und haben eine Regelbreite von 1,50m. Radwege haben dagegen mindestens 1,60m breit zu sein und haben eine Regelbreite von 2m. Über dieser Breiten kann natürlich hinausgegangen werden. Führt eine solche Radvekehrsanlage an parkenden Autos vorbei, so ist noch ein Puffer einzuplanen. Radwege werden nachrangig angelegt, d.h. zunächst muss die Straße eine Breite von wenigsten 4,5m Breite aufweisen. In diesem Fall ist keine Mittelinie mehr vorgesehen. Eine Kombination aus Mindestbreiten ist im Übrigen nicht erlaubt, d.h. eine Straße muss mind. etwas über 7m Breite aufweisen um eine Straße plus Radschutzstreifen auf beiden Fahrbahnseiten anzubringen. Bei engeren Straßen kann, wenn ein Gehweg vorhanden ist, dieser alternativ für Radfahrer freigegeben werden oder es entsteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg.

    Übrigens ein Zweirichtungsradweg muss wenisgtens 2,50 breit sein, und regehaft 3m. Hierbei entscheidet die Steigung auch darüber, ob 2,50m Breite ausreichend sind. 

    Gerade Hauptverkehrsstraßen weisen pro Fahrspur rund 3,25 m Breite in der Regel auf, da die maximale Breite von LKW und Bussen alleine schon 2,50m betragen darf. Häufig wird über mangelnden Platz geklagt, das ist aber in den seltensten Fällen der wahre Grund, denn meist existieren rund 2 bis 2,50 m breite Parkmöglichkeiten auf einer oder beiden Straßenseiten. Die Regelungen zu den Radverkehrsanlagen sind in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (kurz: ERA 2010) festgehalten. Die letzte Auflage ist 2010 erschienen.

    In 30er Zonen dürfen Radverkehrsanlagen bis dato gar nicht angelegt werden. Hier kommen andere Elemente meist zum Tragen, wie modal filter, Freigabe von Einbahnstraße usw. 

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC vor Ort?

    Ende Mai 2021 zählte der Kreisverband 1.255 Mitglieder, wovon 308 in Solingen wohnen.

  • Wo kann ich Lastenräder ausleihen?

    In Solingen kann der Dürpelflitzer beim Zweiäder Biernath in Ohligs kostenlos (Spender wird erbeten), in SG Mitte kann das Leiwermang des VCD bei Legewie ausgeliehen werden und die Firma sigo.green biette in Aufderhöhe rund um die Uhr an, ein Lastenrad auszuleihen. Alle Lastenräder sind mit E-Motoren ausgestatttet. Bei Sigo.green muss man sich vor der ersten Fahrt registrieren. 

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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