Knotenpunkt an der Balkantrasse © Achim Bartoschek

Endlich kommt das Knotenpunktsystem auch zu uns

Seit etlichen Jahren wird auch in NRW bereits das Knotenpunktsystem eingeführt. Nun soll es auch in das Bergische Städtedreieck (Wuppertal/Remscheid/Solingen) kommen und so die Lücke zu den Nachbargebieten schließen.

Seit etlichen Jahren wird auch in NRW bereits das Knotenpunktsystem eingeführt. Seit Jahrzehnten schon aus den Niederlanden bekannt, ist nun auch für das Bergische Städtedreieck (Wuppertal/Remscheid/Solingen) der Förderantrag für diese neue Art der touristischen Radwegbeschilderung, vom Land NRW bewilligt worden.

Ziel des Knotenpunktsystems ist die einfachere Orientierung und Führung von Radtouristinnen und –touristen. Umgesetzt wird jetzt eine Wegweisung, die eine Orientierung über Schnittpunkte in einem Knotenpunkt-System ermöglicht. Gefördert wird das Projekt gemäß den Förderrichtlinien zur Nahmobilität zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden, Gemeindeverbände und Kreise.

NRW-weit wird ein derartiges Knotenpunkt-System momentan umgesetzt. Das Bergische Städtedreieck kann sich mit der Förderzusage an dieses System andocken. Möglich wurde das durch die gemeinsame Initiative der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. In vielen Nachbarkommunen und –Regionen ist diese neue Radverkehrsbeschilderung schon umgesetzt.

Der Fahrradtourismus hat mit dem Angebot an überregional angebundene Fahrradtrassen, mit der zunehmenden Zahl von Pedelecs und E-Bikes und nicht zuletzt auch durch Corona-bedingte Nachfrage nach Outdoor-Möglichkeiten im Bergischen Städtedreieck erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei dem Knotenpunktsystem werden Routen mit Hilfe der Nummerierung einzelner Knotenpunkte aufgeteilt. Entlang der Strecke verhelfen Zwischenwegweiser oder Tabellenwegweiser den Radfahrenden bei der weiteren Orientierung.

Der ADFC Wuppertal/ Solingen hat bereits seit Jahren auf die Umsetzung des Knotenpunktsystems im Städtedreieck gedrungen. Leider war die Abstimmung unter den drei beteiligten Städten etwas holprig und bei manch einer Stadt auch sehr langwierig. Auch hier zeigt sich in allen Städten der eklatante Fachkräftemangel im Verkehrsbereich. Wir haben als Radfahrverbände bereits im Mai 2019 mit den Stadtverwaltungen von Solingen und Wuppertal die Detailplanungen für das Knotenpunktsystem bearbeitet.

Das System soll innerhalb des bergischen Städtedreiecks auf den Hauptradwegerouten eingeführt werden. Dazu gehören die Panorama-Radwege auf ehemaligen Bahntrassen und Velorouten, die sowohl für das touristische als auch für das Alltagsradwegenetz von Bedeutung sind. Die ausgewählten Wege schließen an das Netz der Nachbarregionen an. So ermöglicht das Knotenpunktsystem durchgängige, einfache Navigation.

Der Förderantrag wurde über die Stadt Remscheid bei der Bezirksregierung Düsseldorf für das Städtedreieck eingereicht. Ende 2021 ging der Zuwendungsbescheid ein. Die gemeinsame Umsetzung des Knotenpunkt-Systems ist für das Jahr 2022/2023 vorgesehen. Koordinierende Stelle ist die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

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