Zeitreise entlang der Wupper

 

Im Verlauf unserer "Zeitreise entlang der Wupper" werden uns "Relikte" aus den letzten 1000 Jahren begegnen, enorm viel für ein Menschenalter, aber noch nicht einmal 1% der Lebensdauer der heutigen Wupper.

 

Die Streckenlänge: 30 km

Höhenmeter: 210hm

Wir starten unsere Tour auf der Korkenziehertrasse in Solingen-Mitte. Als ÖPNV-Fahrer beginnen wir oberhalb des Bahnhofs Solingen-Grünewald und fahren 100 m in Richtung Zentrum. Am ersten Weg rechts biegen wir sofort ab und kommen am Spielplatz vorbei, der links von uns liegt. Am Museum Plagiarius, in dessen Nähe die Autofahrer gut parken können, fahren wir rechts vorbei, lassen das Restaurant Stückgut links liegen und kommen geradeaus auf die Korkenziehertrasse. Diese befahren wir auf etwa 1,5 km und biegen am Wegweiser, der uns Richtung Burg / Brückenpark Müngsten führt, rechts ab.

Das immer wiederkehrende Radwegschild führt uns bergabwärts auf die Theegartener Straße, der wir im Tal über den Bach folgen und die später Theegarten heißt.

Im Dorf halten wir uns rechts und biegen dann rechts in den Eibenweg, dem wir auf einem  kurzen steilen Stück bis zum Aussichtspunkt Theegarten folgen. Von hier aus gibt es einen Panorama-Blick auf Solingen, Remscheid und Wuppertal. Der Theegartener Kopf wurde im Zuge des Baus der Bergbahntrasse von Theegarten bis hinunter nach Müngsten errichtet.

Wir fahren geradeaus abwärts und folgen dem Radwegschild scharf links, das uns auf der Bergbahntrasse fast zwei Kilometer lang bergab führt. Am Radwegschild kurz hinter dem tiefsten Punkt biegen wir links ab und fahren bis zur Straße. Dort lassen wir uns zwischen Straße und Wupper links hinunter bis zur Ampelkreuzung treiben.

An der großen Ampelkreuzung überqueren wir die Solinger Straße und biegen halblinks in einen Waldweg, der uns kurz dahinter links zum heute einzigen steilen Anstieg zwingt. Da der Weg außerdem schlecht befahrbar ist, sollten wir uns hier vielleicht 400 m schieben und plaudern gönnen.

Wir nehmen den ersten Weg scharf rechts und fahren jetzt mehrere Kilometer parallel zur unter uns liegenden Wupper nach Burg. Nach etwa einem Kilometer sollten wir es nicht versäumen, in einer leichten Linkskurve am Abhang rechts unten den Diederichstempel zu entdecken und zu besuchen. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf das Bergische, das Tal der Wupper und die Müngstener Brücke.

 

Nicht weit dahinter bietet sich die Gelegenheit, einen großen Teil der Müngstener Brücke von unten ganz nah und das Tal überspannend anzusehen. Nach einigen Metern halten wir uns rechts und fahren bergab bis ans Ufer der Wupper. Entspannt erreichen wir Unterburg, überqueren die Eschbachstraße und sehen in der nächsten Straße links (Schloßbergstraße) das Alte Kunst Cafe Unterburg.

Zurück auf der Eschbachstraße fahren wir nach links und bleiben nahe an der Wupper, indem wir von der Hauptstraße links abbiegen zur Talstation der Seilbahn und in die Hasencleverstraße fahren. Wir halten uns auf dem Weg immer links und passieren die Kläranlage Burg.

Vor 1800 gab es so viele Fische in der Wupper, dass das Gesinde von Schloss Burg sich weigerte, mehr als dreimal in der Woche Lachs zu essen. Zwischen 1841 und 2001 wurde aufgrund der Verschmutzung kein Lachs mehr in der Wupper gesehen. Die Kläranlage Burg hat dann mit dazu beigetragen, dass im Unterlauf der Wupper bis Leichlingen heute wieder Barben, Lachs, Hecht und Barsch zu finden sind.

Wir benutzen die erste Brücke über die Wupper, um auf die Straße Strohn zu kommen. Auf dieser fahren wir - jetzt linkswupperisch - bis Glüder. Dort überqueren wir wieder die Wupper und kommen auf der rechten Flussseite über den Balkhauser Weg zum Balkhauser Kotten.

Der erste Balkhauser Kotten entstand als Fachwerkbau mit Strohdach vor 1600. In der späteren Doppelkotten-Anlage mit 70 Schleifstellen arbeiteten um 1920 meist 56 Schleifer. 1962 wurde ein aktives Museum gegründet, in dem noch bis Mitte der 1980er Jahre mehrere Schleifer waren.

Im Kotten können schon für etwas über 5 Euro Kottenmesser mit Balkhauser Kottenlogo von Künstler Heinz-Peter Knoop erworben werden. Der Erlös dient dem Erhalt des historischen Kleinodes.

Bei der Weiterfahrt halten wir uns weiter links möglichst nahe an der Wupper. In Wupperhof erreichen wir den Odentaler Weg, in den wir rechts abbiegen, um sofort links in Wüstenhof zu fahren. Über Heiler Kotten geht es nach Obenrüden, wo wir in einem altbergischen Fachwerkhaus mit Biergarten und Familienbetrieb einkehren können: der Gaststätte Rüdenstein.

In deren Garten stehen einige Kunstgegenstände: eine Solinger Schere, ein Leichlinger Apfel, die Müngstener Brückenbank aus der Aktion "die schönste Bank Solingens und die "Freizeithelden" aus dem Kunst- und Gesellschaftsprojekt "Gesamtkunstwerk Wupper".

In diesem Ortsteil sowie in Untenrüden, das wir als nächsten Ort erreichen, erläutern uns zahlreiche Informationstafeln die Vergangenheit der Gebäude der Orte. In Untenrüden lädt uns außerdem das Cafe und Restaurant Haus Rüden ein. Den schönen Biergarten sollte man aber nicht durch Fahrräder direkt am Tisch verschandeln.

Nach Friedrichstal und Hohlenpuhler Weg fahren wir am Schleiferei und Museum Wipperkotten, vorbei, wo sich wieder eine Einkehr lohnen würde. Etwa 1605 wurde der Wipperkotten erstmals urkundlich erwähnt. Die günstige Lage direkt an der Wupper, wo das Wasser schon durch ein natürliches Wehr gestaut wurde, nutzte damals ein Wuppertaler Fabrikant zum Bau des Doppelkottens, in dem viele Schleifer als Eigner oder Mieter Arbeit fanden.

Die handgearbeiteten Werkzeuge und Geräte aus bergischen Kotten sind Kulturdokumente der Schneidwarenfertigung. Im Laden finden wir kunsthandwerkliche Arbeiten verschiedener Künstler aus Holz, Glas und Edelstahl, Entwürfe vom Eierlöffel bis zum Küchenmesser sowie den bekannten bergischen Kottenkorn und die original bergische Dröppelmina. Das Kaffee im Kotten bietet leider nur für Gruppen ab 8 Personen eine Beköstigung. So entgeht uns die "Kottenbutter", ein gebuttertes, mit geräucherter Mettwurst, Senf und Zwiebeln (doppelt) belegtes Schwarz- oder Graubrot, das die Handwerker früher bis zu ihrer Arbeitsstelle mitnahmen.

Das kurz dahinter gelegene Restaurant Wipperaue mit bodenständiger, regionaler Küche, dessen Ursprung bis ins Jahr 1832 zurückgeht, steht allerdings wieder allen offen.

Bei der Fortsetzung unserer Tour fahren wir an der Leichlinger Straße nach links und überqueren die Wupper.  Die Nesselrather Straße geht über in Am Hammer, wo es rechts abgeht in Eicherhof. Wir erreichen das Schloss Eicherhof im französischen Barockstil (1762), das heute als repräsentativer Veranstaltungsort dient.

Schon im 16. Jahrhundert war der Obstanbau für die Gemeinde Leichlingen eine wichtige Einnahmequelle. Noch heute zieht der jährliche Obstmarkt Besucher aus der ganzen Region an. Von daher kommt es, dass Leichlingen seit 2013 den Namenszusatz "Blütenstadt" trägt.

Vor dem Schulgelände geht es rechts bis zur Wupper, von wo aus wir in Fließrichtung der Wupper entlangfahren, sie an der nächsten Brücke überqueren, dann der Straße Pastorat folgen und auf die Brückenstraße stoßen. Hier fahren wir bis ans Ende der Fußgängerzone, überqueren die Autostraße (Brückenstraße) und fahren weiter durch die Fußgängerzone bis zum Anfang von Im Brückerfeld. Hier biegen wir sofort links ab und erreichen eine Holzbrücke, an deren anderer Seite der Räucherrahmen für Fische steht.

Der 973 gegründeten Stadt Leichlingen war der Fischreichtum der Wupper von so großer Bedeutung, dass sie im Stadtwappen unter dem Bergischen Löwen einen Fisch abbildet. Nicht zufällig also hat eine 7. Klasse der Hauptschule Leichlingen mit diesem Räucherrahmen für Fische am "Gesamtkunstwerk Wupper" teilgenommen.

Wenn wir in die erste Fußgängerzone zurückfahren, erreichen wir wieder die Autostraße (Brückenstraße), in die wir links einbiegen, um dann sofort rechts der Bahnhofstraße zu folgen. Sie befahren wir bis zur Uferstraße links, in die wir einbiegen und nehmen dann sofort die Straße rechts  „Am Bahnhof“, womit wir unser Tagesziel erreicht haben.

Die Rückfahrt kann von hier aus mit der Bahn über Solingen Hbf (Umstieg) nach Solingen-Grünewald erfolgen.

Weitere Informationen in

Reinhold Weber, Radeln für die Seele – Bergisches Land, Droste-Verlag, Tour

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Infos satt im Vorbeifahren

Infokästen hängen wieder

https://w-sg.adfc.de/artikel/zeitreise-entlang-der-wupper-3

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Nimmt die Stadt Solingen am Stadtradeln 2021 teil?

    Wuppertal startet bereits am 20. August. Der dreiwöchige Aktionszeitraum endet am 09. September. Für Wuppertal gibt es hier mehr Informationen. Kurz davor beginnt Solingen am 04. September mit dem Stadtradeln. Dort endet die Aktion am 24.09. für Solingen  gibt es hier weiterführende Informationen.

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Was ist eine Fahrradstraße?

    Auf einer Fahrradstraße dürfen zunächst nur Fahrradfahrer fahren. KfZs oder Mopeds muss erst durch ein Zusatzschild die Durchfahrt erlaubt werden. Dabei sind die KfZ und andere nur Gast auf der Fahrradstraße. Fahrradfahrer dürfen hier nebeneinander fahren. Die maximale Geschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt und die Fahrradstraße darf nicht in 30er Zonen eigerichtet werden. Voraussetzung zum Einrichten einer Fahrradstraße ist, dass der Radfahrer bereits heute den überwiegenden Teil der Nutzer ausmachen oder es zu erwarten ist, dass dies eintritt. Dabei ist nicht klar, über welchen zeitlichen Horizont gesprochen wird und nach welcher Methodik eine entsprechende Verkehrsprognose abzugeben ist. Die Hürde ist damit nur auf dem Papier hoch. Anbei auch ein Erklärvideo..

  • Wie breit müssen Radverkehrsanlagen sein?

    Unter Radverkehrsanlagen versteht man Radschutzstreifen und Radwege. Radschutzstreifen müssen mindestens 1,25m breit sein und haben eine Regelbreite von 1,50m. Radwege haben dagegen mindestens 1,60m breit zu sein und haben eine Regelbreite von 2m. Über dieser Breiten kann natürlich hinausgegangen werden. Führt eine solche Radvekehrsanlage an parkenden Autos vorbei, so ist noch ein Puffer einzuplanen. Radwege werden nachrangig angelegt, d.h. zunächst muss die Straße eine Breite von wenigsten 4,5m Breite aufweisen. In diesem Fall ist keine Mittelinie mehr vorgesehen. Eine Kombination aus Mindestbreiten ist im Übrigen nicht erlaubt, d.h. eine Straße muss mind. etwas über 7m Breite aufweisen um eine Straße plus Radschutzstreifen auf beiden Fahrbahnseiten anzubringen. Bei engeren Straßen kann, wenn ein Gehweg vorhanden ist, dieser alternativ für Radfahrer freigegeben werden oder es entsteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg.

    Übrigens ein Zweirichtungsradweg muss wenisgtens 2,50 breit sein, und regehaft 3m. Hierbei entscheidet die Steigung auch darüber, ob 2,50m Breite ausreichend sind. 

    Gerade Hauptverkehrsstraßen weisen pro Fahrspur rund 3,25 m Breite in der Regel auf, da die maximale Breite von LKW und Bussen alleine schon 2,50m betragen darf. Häufig wird über mangelnden Platz geklagt, das ist aber in den seltensten Fällen der wahre Grund, denn meist existieren rund 2 bis 2,50 m breite Parkmöglichkeiten auf einer oder beiden Straßenseiten. Die Regelungen zu den Radverkehrsanlagen sind in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (kurz: ERA 2010) festgehalten. Die letzte Auflage ist 2010 erschienen.

    In 30er Zonen dürfen Radverkehrsanlagen bis dato gar nicht angelegt werden. Hier kommen andere Elemente meist zum Tragen, wie modal filter, Freigabe von Einbahnstraße usw. 

  • Wie viele Mitglieder hat der ADFC vor Ort?

    Ende Mai 2021 zählte der Kreisverband 1.255 Mitglieder, wovon 308 in Solingen wohnen.

  • Wo kann ich Lastenräder ausleihen?

    In Solingen kann der Dürpelflitzer beim Zweiäder Biernath in Ohligs kostenlos (Spender wird erbeten), in SG Mitte kann das Leiwermang des VCD bei Legewie ausgeliehen werden und die Firma sigo.green biette in Aufderhöhe rund um die Uhr an, ein Lastenrad auszuleihen. Alle Lastenräder sind mit E-Motoren ausgestatttet. Bei Sigo.green muss man sich vor der ersten Fahrt registrieren. 

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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